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Nepal-Frühjahr 2013
Mardi Himal - Dhaulagiri Runde - Thapa Peak 6.012 m

30. März 2013-Auf dem Gipfel

Liebe Nepalfreunde,
liebe Freunde von Samdo Trekking,

unsere erste kurze Trekkingtour führte uns hinauf ins wenig besuchte, am Fuße des Machapuchhre gelegenen, Mardi Himal Base Camp. Nach einer kurzen Erholungspause in Pokhara ging es mit dem Bus über Beni nach Darbang, Ausgangspunkt zur Umrundung des Dhaulagiri.

Über das Dhaulagiri Basislager erreichten wir über den French Pass das Hidden Valley. Von hier ging es über den Dhampus Pass hinauf zum 6.012 m hohen Dhampus Peak. Ein weiter Abstieg führte uns hinunter nach Marpha in der Kali Gandaki Schlucht.

04. bis 08. März 2013
Abflug von Deutschland. Kathmandu, Erholung und Einkaufen.

09. März
Mit dem Bus von Kathmandu nach Pokhara. Immer wieder schön! 6 Std. Zeit zum Schauen und Staunen.

10. März
Wir feiern Shivaratri!

Mardi-Himal

Mardi Himal-High Camp

11. März
Die abendlichen Gewitter der letzten Tage haben die Luft gereinigt und klar erheben sich die Berge über Pokhara. Phedi, unseren Ausgangspunkt, erreichen wir in einer halben Stunde mit dem Taxi. Steile Treppen führen hinauf nach Dhampus. Weiter geht es über Pothana nach Deurali zu unserer ersten Lodge.
Gehzeit: 3.30 Std./Auf: 1.020 m

12. März
Unser Ziel heute, ist das auf 2.450 m, gelegene Forest Camp. Und wie der Name schon sagt, sind wir heute hauptsächlich in urwaldähnlichen Wäldern unterwegs. Nur selten gibt der Wald den Blick frei auf Dhaulagiri und Co. Zu Mittag erreichen wir das auf einer Lichtung gelegene Camp.
Gehzeit: 3 Std./Auf: 600 m

13. März
Weiter geht es im Wald zum Low Camp (2.975 m). Nach einer kurzen Teepause, zuerst noch im Wald, dann über einen Bergrücken, leider im Nebel ohne Sicht, hinauf zum High Camp (3.520 m). Am Abend beginnt es zu regnen.
Gehzeit: 4 Std./Auf: 1.150 m

14. März

Zum Glück ein klarer Morgen und einem Aufstieg steht nichts im Weg! Immer dem Bergrücken (Kali Danda) folgend führt der Weg hinauf. Zuerst schneefrei, später meist im Schnee, zum Teil steil und ausgesetzt, hinauf zum Upper View Point. Direkt vor uns der Machapuchhre und tief unten das Tal des Modi Khola, das hinauf zum Annapurna Basecamp führt. Nicht mehr weit, und unser Ziel, das Mardi Himal Base Camp, ist erreicht (4.260 m/GPS). Über das High Camp steigen wir weiter ab bis zum Low Camp. Am Abend gibt es schwere Gewitter und Hagel.
Gehzeit: 6 Std./Auf: 820 m/Ab: 1.365 m

15. März
Ein kalter, klarer Morgen. Im liegen gebliebenen Hagelschnee! geht es über Sidhing hinab nach Lumre zur Straße. Nach einem Dal Bhat bringt uns das Taxi zurück nach Pokhara.
Gehzeit: 3.30 Std./Auf: 40 m/Ab: 1.775 m/Fahrzeit: 1.30 Std.

16. bis 18. März
Erholung in Phokara!!

Aufstieg zum Mardi Himal Base Camp Am Ziel-Mardi Himal Base Camp

 

Dhaulagiri Runde

19. März
Start zu unserem Ausgangspunkt zur Dhaulagiri Runde. Mit Dem Taxi nach Beni (2.30 Std.) Hier treffen wir auf unsere Mannschaft und nach einem Dal Bhat geht es mit dem Local Bus weiter nach Darbang (1.100 m). 2.15 Std. Der Spruch: „Lieber schlecht gefahren, als gut gelaufen“, gilt ab heute nicht mehr!

30. März 2013-Boghara

20. März
Der Straßenbau geht weiter! Über Dharapani nach Takum. Hier steht der Bagger und endet vorerst die Straße. Eine Stunde später erreichen wir den Schulhof von Sibhang (1.785 m), wo wir unser Lager aufschlagen.

21. März
Ein Stück weit folgen wir noch dem Weg der Richtung Dhorpatan und weiter bis Tarakot ins Lower Dolpo führt (hier waren wir 2008  unterwegs) bevor wir rechts abbiegen, ca. 200m absteigen, um auf der anderen Seite nach Mudi aufzusteigen. Oberhalb des Dorfes auf 1930m schlagen wir unsere Zelte auf.
Gehzeit: 2.30 Std./Auf: 470 m/Ab: 330 m

22. März
Wieder hinab. 500 Höhenmeter! Dann kurz aufwärts und wieder hinunter zum Myagdi Khola. Nach dem Mittag in Chulepani, steil und heiß hinauf, später querend, zum Schluss leicht bergab nach Boghara (1.905 m).
Gehzeit: 5.30 Std./Auf: 985 m/Ab: 1.010 m

23. März
Über steile Grashänge knapp 200 Höhenmeter hinauf, weiter absteigend und querend, bis wir nach einer Stunde, die auf der anderen Flußseite liegenden heißen Quellen passieren. Über Baisi Kharka, immer hoch über dem Myagdi Khola, erreichen wir in stetigem Auf und Ab unser Ziel, Dobhan (2.500 m).
Gehzeit: 4 Std./Auf: 945 m/Ab: 340 m

30. März 2013-Boghara

24. März
Ein kurzes Stück hinab zu einer Holzbrücke über den Myagdi Khola. Nun auf der rechten Seite, des weiterhin sehr schmalen Tales, meist durch Wald, Erdrutsche und Altschneefelder querend, hinauf zu unserem Camp. Salighari (3.100 m).
Gehzeit: 4 Std./Auf: 800 m/Ab: 200 m

25. März
Weiter geht es im nun lichter werdenden Wald, oft über gefrorenen Schnee, bis zum Italian Camp (3.600 m). Am Nachmittag erkunden wir den Weiterweg und bringen ein Fixseil in der steilen Gletschermoräne, die wir hinab müssen, an. Über den Gletscher, wieder steil hinauf und querend, später auf schmalem Steig bis zum Swiss Camp. Auf dem Rückweg wählen wir eine Variante und umgehen unser angebrachtes Seil durch eine steile, doch gut zu begehende, Schneerinne.
Gehzeit bis Italian Camp: 2.30 Std./Auf: 550 m/Ab: 65 m

26. März
Auf dem uns nun bekannten Weg, wir entscheiden uns für den Weg durch die Schneerinne, steigen wir wieder hinauf zum Swiss Camp (3.745 m).
Gehzeit: 2 Std./Auf: 370 m/Ab: 225 m

27. März
Über Schnee, Schutt und Gletscher, vorbei am Japanese Camp (4.100 m), erreichen wir gegen 14 Uhr das Dhaulagiri Base Camp (4.600 m). Das Wetter ist wechselnd, mal Sonne, mal Wolken, auf jeden Fall kalt, so das wir uns bald im Zelt verkriechen.
Gehzeit: 5.30 Std./Auf: 875 m/Ab: 95 m

28. März
Das Wetter ist bewölkt, teilweise fällt etwas Schnee. Weiter über den Gletscher, auf praktisch nicht vorhandenem Pfad, bis zur großen Moräne, die zum French Pass führt. Diese steil hinauf und auf ihrem Rücken bis kurz unterhalb des Passes. Es ist jetzt sehr stürmisch, und die letzten 100 Höhenmeter hinauf sehr anstrengend. Der Abstieg hinab zum Camp im Hidden Valley (5.130 m), im Sturm und Triebschnee, ebenfalls.
Gehzeit: 7 Std./Auf: 920 m/Ab: 390 m

29. März
-9 Grad im Zelt heute Morgen! Das Wetter ist etwas besser und nicht mehr ganz so stürmisch. Wir verlegen heute unser Camp Richtung Dhampus Pass. Morgen, so uns die Götter freundlich gestimmt, wollen wir auf den Thapa Peak!
Gehzeit: 1 Std./Auf: 115 m/Ab: 125 m


Thapa Peak 6.012 m

30. März
Wieder sehr kalt. 4 Uhr Tee und um 5 Uhr Start. Knapp 2 Stunden, fast ohne Höhengewinn, sind es bis zum Dhampus Pass (5.250 m). Nun geht es, die im oberen Teil bis 35 Grad geneigte Flanke, hinauf. Der zum Teil kniehohe Triebschnee lässt uns nur mühsam und langsam vorankommen. Die Hoffnung, daß der Schnee weiter oben auf dem Grat besser wird, erfüllt sich leider nicht. Man kämpft mit seinem inneren Schweinehund, denkt ans Umkehren, aber spricht es nicht aus. Nur noch ein kurzes Stück, vielleicht bis zum nächsten Gratabsatz, dann sieht man weiter. Irgendwann kommt der Punkt wo es fast keine Umkehr mehr gibt, der Gipfel so nah. Und wie immer taucht nach dem vermeintlichen Gipfel, weiter oben, noch ein höherer Punkt auf.

12.30 Uhr, der Gipfel! Geschafft, glücklich und müde stehen wir auf unserem ersten 6.000-er! Das Wetter ist noch teilweise sonnig, aber es werden immer mehr Wolken. So machen wir uns bald an den Abstieg. Wir wählen  einen anderen, direkteren Weg, der die lange Querung vom Dhampus Pass abkürzt. Steil über Fels und Schnee geht es hinab. Das Wetter und die Sicht werden immer schlechter, die Orientierung immer schwieriger. Noch haben wir den Weg, der vom Dhampus Pass herüber führt, nicht erreicht. 16 Uhr, Schneefall setzt ein. Wir haben Glück, kurz geben die Wolken den Blick frei, und erreichen die Spur. Aber noch sind wir nicht am Ziel. Wir müssen noch unsere Mannschaft, unser Camp finden!

Der Schneefall wird immer stärker, immer schwieriger wird es die Spur zu erkennen. Querend, immer auf ca. 5000m, geht es weiter. Wir haben wohl Funkkontakt, aber fast verlässt uns der Glaube, daß wir auf dem richtigen Weg sind. Dann endlich, wir hören Stimmen, Kanchha und ein Träger kommen uns entgegen. Noch eine halbe Stunde. 18.30 Uhr, starker Schneefall, einsetzende Dunkelheit, dann ein Zelt, Geborgenheit, trinken, eine Suppe und todmüde in den Schlafsack. Am anderen Morgen ein halber Meter Neuschnee!
Gehzeit: 12 Std./Auf: 1.005 m/Ab: 1.125 m

31. März
Wir warten bis die Sonne kommt! Die Anstrengung des Vortages steckt uns noch in den Knochen. Kurzes, karges Frühstück, dann los. Neuschnee, Santa und Kanchha wechseln sich bei der Spurarbeit ab. Noch knapp 2 Stunden auf 5.000 m querend bis es endlich, endlich! abwärts geht. Zuerst weiter im Schnee, später auf schmalem Pfad hinunter in die Wärme, hinunter nach Marpha.
Gehzeit: 5 Std./Auf: 115 m/Ab: 2.200 m

1./2. April
Ausruhen, trocknen, sammeln in Kalopani. Die Gewitter am Nachmittag bringen Regen und in den Bergen Schnee.

Hidden Valley-Zwischen French-und Dhampus Pass Aufstieg zum Thapa Peak Auf den letzten Metern


Annapurna Basecamp Nord

Lete. Blick zum Tukuche Peak

03. April
Von Kalopani nach Lete und weiter zur Brücke über den Kali Gandaki. Über Chhyo und Jhipra geht es gemütlich zu unserem Lager unweit des Tangtung Khola (2.550 m). Am Abend wieder Regen und Gewitter.
Gehzeit: 3 Std./Auf: 220 m/Ab: 265 m

04. April
Bis wir den Fluss erreichen müssen einige Erdrutsche, steil, und auf schmalem Pfad gequert werden. Dann geht es steil durch dichten Bambuswald hinauf zu einem kleinen Aussichtspunkt. Dhaulagiri und Tukuche Peak ragen in den blauen Himmel. Wir warten auf die Träger, um dann noch ein Stück weiter, bis zu einem kleinen freien Platz (Sheperd’s Kharka/3.425 m) aufzusteigen. Hier schlagen wir unsere Zelte auf. Der Nachmittag wird zur Erkundung des Weiterweg genützt. Dev und Kanchha steigen bis auf ca. 4.000 m. Steile Grashänge, später Fels und Geröll mit Schnee bedeckt. Wir beratschlagen uns und entscheiden kein weiteres Risiko mehr einzugehen. Auch ist weiter mit Gewittern und somit weiteren Schneefällen zu rechnen, was vor allem den Abstieg gefährlich machen würde. Schweren Herzens, aber auch in Verantwortung für die ganze Mannschaft, entscheiden wir uns für den Rückzug.
Gehzeit: 3 Std./Auf: 980 m/Ab: 100 m

Dhaulagiri und Tukuche Peak

05. April
Auf bekanntem Weg steil hinab zum Fluss und zu unserem alten Camp. Weiter bis kurz vor Jhipra, biegen hier aber nach links ab um nach Ghasa (2.190 m) und zur Strasse zu gelangen.
Gehzeit: 4.30 Std./Auf: 320 m/Ab: 1.535 m

06. April
In 3.30 Std. mit dem Jeep nach Beni. Nach dem Dal Bhat und der Verabschiedung unserer Mannschaft, nochmals 3 Std. mit dem Taxi nach Pokhara. Unsere diesjährige Frühjahrstour hat somit ein glückliches Ende gefunden.

07. bis 15. April
Bis zu unserem Abflug am 15. April, Urlaub! Ausruhen, Motorrad fahren, Sightseeing und Shopping in Pokhara und Kathmandu.

Danke Nepal und auf ein Wiedersehen im Herbst!

Namaste
Samdo Trekking
Peter Eggensperger

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