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Upper Dolpo Drucken E-Mail

Tsum Valley Zelttrekking 2011

Liebe Nepalfreunde, liebe Freunde von Samdo-Trekking!

Unsere erste diesjährige Tour in der Herbstsaison führte uns in das abgelegene Gebiet des „Oberen Dolpo“. Auf dieses Gebiet, nordwestlich des Dhaulagiri, verteilen sich ca. 7.000 Dolpo-Pa (rein tibetische Bewohner). Erst 1989 für Touristen freigegeben und nur in mehreren Tagesmärschen über Pässe mit über 5.000 m zu erreichen.


Unsere Route führte uns von Juphal zum Phoksumdo See, weiter über den 5.350 m hohen Kang La, nach Shey Gompa. Von hier über Saldang, Shimen, Tinje nach Chharka Bhot. Über das sogenannte „Dach Nepals“ mit dem höchsten Punkt unserer Tour, dem 5.550 m hohen Sangda La, gelangten wir schließlich nach Jomsom, dem Endpunkt unserer Trekkingtour!

1. Tag:
Pünktlich um 15.00 landen wir auf dem Tribhuvan International Airport in Kathmandu. Wir fahren ins Hotel und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

2. Tag:
Einen Tag in Kathmandu. Trekkingvorbereitungen, Einkaufen und Packen stehen auf dem Programm.

3. Tag:
Wieder ein Flugzeugabsturz in Nepal! Wir landen, nach einem wunderschönen Panoramaflug, sicher in Nepalgunj an der indischen Grenze!

4. Tag:
Wieder fliegen! Heute ist die holprige Graspiste von Juphal (2.425 m) unser Ziel. Um uns zu Sammeln, d.h. Verpflegung einkaufen, Gepäck sortieren und auf unsere Muli verteilen, etc. bleiben wir heute noch in Juphal.

5. Tag:
Jetzt geht’s los! Zuerst 400 m hinab ins Tal des Thuli Bheri, dann dem Suli Khola folgend, vorbei am Check Point bei Sulighat, zu unserem ersten Camp in Shyanta (2.460 m). Am Abend bekomme ich eine Geburtstagstorte!
Gehzeit: 5 Std. / Auf: 660 m / Ab: 600 m

6. Tag:
Wir folgen weiter dem Talverlauf. Aus dem Suli Khola wird der Phoksumdo Khola und in stetigem Auf und Ab, vorbei an Chhepka, Renje, Seduwa erreichen wir unseren Zeltplatz beim Samjana Hotel (3.055 m).
Gehzeit: 5.45 Std. / Auf: 910 m / Ab: 315 m

7. Tag:
6.30 Uhr Morning Tea im Zelt, 7.00 Uhr Frühstück, 8.00 Abmarsch. So, oder fast genauso, wird das morgendliche Ritual die nächsten 14 Tage ablaufen. Heute geht es zuerst flach, vorbei an der „Tapriza Cultural School“, später steil hinauf zu einem Aussichtspunkt. Die Aussicht gilt dem höchsten Wasserfall in Nepal (200m). Noch ein Stück höher und man erblickt zum ersten Mal das unglaubliche türkis des Phoksumdo See. Wieder etwas bergab geht es durch schöne Kiefern-und Birkenwälder nach Ringmo. Kurz darauf erreicht man den See und das Camp (3.640 m).
Gehzeit: 3.15 Std. / Auf: 720 m / Ab: 170 m


8. Tag:
Statt für einen Ruhetag am See, entscheiden wir uns, zwei kurze Etappen mit nur minimalem Höhengewinn einzulegen. So geht es heute auf schmalem Pfad, mal knapp, mal bis zu 400 m höher, am See entlang bis zu seinem Westufer. Lager direkt am See (3.620 m).
Gehzeit: 3 Std. / Auf: 545 m / Ab: 565 m

9. Tag:
Weiter dem Phoksumdo Khola folgend, flach, durch Pinienwälder, einmal den Fluss durchwatend, bis zu einem kleinen Lager (3.740 m) direkt vor der schmalen Schlucht, die den Beginn des Aufstieges zum Kang La kennzeichnet.
Gehzeit: 2.30 Std. / Auf: 140 m / Ab 20 m

10. Tag:
Es sollte eigentlich ein kurzer Tag werden, denn der Weg hinauf zum Basecamp des Kang La ist nicht all zu weit. Ja wenn, wenn wir nicht die Entscheidung gefällt hätten, wegen des schönen, warmen Wetters, den Pass noch am gleichen Tag zu überschreiten. 13.30 Uhr, Schritt für Schritt kämpfen wir uns auf die Passhöhe (5.350 m), überwältigt vor Freude und dem grandiosen Ausblick. Nach einer Rast und Suppe etwas weiter unten erreichen wir gegen 17.00 Uhr Shey Gompa (4.300 m).
Gehzeit: 8 Std. / Auf: 1.590 m / Ab: 1.005 m

11. Tag:
Nach kalter Nacht und Besuch des Klosters machen wir uns auf den Weg. Nochmals ein Pass mit über 5.000 Meter (Sela La 5.090 m), bevor es auf der anderen Seite hinab nach Namrung geht. Nach der Mittagsrast noch weiter bis Saldang (4.065 m). Nach zwei anstrengenden Tagen gibt es Morgen einen Ruhetag!
Gehzeit: 7.30 Std. / Auf: 1.075 m / Ab: 1.310 m

12. Tag:
Ruhetag!!!

13. Tag:
Von Saldang aus gibt es zwei Routen um nach Shimen zu gelangen. Einmal der Weg über Nisalgaon, wobei mit dem Musi La ein weiterer 5.000-er Pass überschritten werden muss, oder den Weg über Khomagaon. Wir entscheiden uns für die zweite Variante und gelangen über zwei kleinere Pässe an einem Tag nach Shimengaon (3.985 m).
Gehzeit: 6.30 Std. / Auf: 1.140 m / Ab: 1.215 m

14. Tag:
Heute nicht so anstrengend, immer dem Panjyan Khola folgend, später sehr stürmisch und staubig bis Tinje. Camp im Dorf (4.195 m).
Gehzeit: 4 Std. / Auf: 460 m / Ab: 185 m

15. Tag:
Über den alten Flugplatz!!! weiter dem Tal entlang, vorbei an den verlassenen Häusern von Chhamdan, bis nach Rakpa (4.500 m).
Gehzeit: 5 Std. / Auf: 475 m / Ab: 150 m


16. Tag:
Die Nacht bringt einen halben Zentimeter Neuschnee und später einen wunderschönen Sternenhimmel. Wegen der Kälte (morgens im Zelt -3 C°) warten wir mit dem Aufstehen bis die Sonne über den Horizont kommt, und starten so erst kurz nach Acht. Nach einer Stunde dürfen wir wieder mal barfuß durch den eiskalten Fluss, einem weiteren Tal folgend, hinauf bis zum Mo La, dem nächsten Pass über 5.000 Meter (5.035 m). Auch der Abstieg hat es in sich, bis wir endlich Chharka Bhot (4.340 m) erreichen.
Gehzeit: 6.30 Std. / Auf: 685 m / Ab: 850 m

17. Tag:
Norbulung, das letzte Camp vor dem Sangda La, ist heute unser Ziel. Wieder im Tal, diesmal dem Thasan Khola folgend, zieht sich der Weg, und wird immer länger und länger. Erst gegen 16.30 Uhr erreichen wir müde unser Camp auf 4.970 m.
Gehzeit: 6.45 Std. / Auf: 900 m / Ab: 260 m

18. Tag:
Heute stellt sich der höchste und letzte Pass in den Weg. Etwas früher, so gegen 7.20 Uhr, sind wir unterwegs. Nach Überschreitung des unscheinbaren Niwar Pass (5.140 m), einer langen Querung, und einem letzten steilen Anstieg, haben wir es geschafft. Ein kleiner Aussichtspunkt (5.600 m) über dem Pass (Sangda La 5.550 m) ist unser Ziel. Hier machen wir ausgiebig Rast und freuen uns des „Da Seins“! Steil geht es auf der anderen Seite hinab zum Fluss, wo wir Mittag machen. Noch einmal queren, noch einmal kurz bergauf (über den kleinen Sangda La 5.150 m), bis es wieder steil hinab geht, zu unserem Lager auf 4.330 m.
Gehzeit: 5.15 Std. / Auf: 700 m / Ab: 1.345 m

19. Tag:
Erstmal bergab, dann wieder bergauf, das Gleiche noch ein paarmal, bis zum Mittag in Santa (3.800 m). Wieder bergauf, immer wieder Bergrücken überquerend, bis wir kurz vor dem Bhima Lojun La unser Lager aufschlagen (4.480 m).
Gehzeit: 6.30 Std. / Auf: 1.215 m / Ab: 985 m

20. Tag:
Eigentlich unser letzter Trekkingtag (siehe unten!). Schöne Ausblicke, ins nahe Mustang und hinüber zum Thorong La, begleiten uns auf unserem Abstieg. Nach Dhagarjun geht es nochmal aufwärts, bis uns ein letzter, allerletzter, steiler Abstieg, hinab nach Jomsom führt.
Gehzeit: 6 Std. / Auf: 490 m / Ab: 2.100 m

21./22./23. Tag:
Kein Flugticket! Bus bis Ghasa. Ziemliches Chaos. Pilger und „Touris“ warten auf Weiterfahrt nach Tatopani. Nach Dal Bhat und Bier entscheiden wir uns zu Fuß zu gehen. 3 Std. sehr zügig! Teil unserer Mannschaft und Gepäck kommen tatsächlich später mit dem Jeep. Nach Tatopani Straße durch Erdrutsch blockiert. Eine Stunde zu Fuß, dann das gleiche Bild, wie in Ghasa, warten. Nach Stunden endlich ein Jeep, und Weiterfahrt nach Beni. Mit dem Taxi nach Pokhara und am anderen Tag mit „privat car“ nach Kathmandu! Jetzt erst hat sich der Kreis wirklich geschlossen.

Namaste

Samdo Trekking
Peter Eggensperger

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