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Tsum Valley Zelttrekking Drucken E-Mail

Schnee am Rupina La, buddhistische Klöster im Tsum Valley
und eine unglaubliche Begegnung am Thaple Bhanjyang!
Tsum Valley Zelttrekking 2011

Nach letzten Vorbereitungen in Kathmandu starten wir am 25. Oktober 2011 zu unserer Trekkingtour, die uns über den Rupina La ins Tsum Valley und weiter zum Thaple Bhanjyang an der tibetischen Grenze führen soll.

1. Tag:
Außer Dev Khadka, dem Leiter von Samdo-Trekking Nepal, sind Khancha, unser langjähriger Begleiter, diesmal als Koch, Tenzing, Kami, Gelu und Dorje als Träger und Küchenhelfer mit von der Partie. Gut 3 Std. sind wir unterwegs bis zu unserem Ausgangspunkt, der Seilbahn hinauf zum heiligen Pilgerort Manakamana. Küche und Träger fahren weiter nach Gorkha, wo wir uns am Abend treffen wollen. Nach Besuch des Tempels und einem Dal Bhat geht es in nördlicher Richtung, einem alten Trägerpfad folgend, in ca. 3 Std. bis zum Tinmane Bhanjyang. Die Zeit wird knapp, aber wir haben das Glück auf der Pritsche eines Trucks, über Laxmi Bazar, Gorkha noch vor Einbruch der Nacht zu erreichen. Im Hotel Gorkha Bisauni steigen wir ab.
Gehzeit: 3 Std. Aufstieg: 990m Abstieg: 1200m

2. Tag:
Gorkha ist die Heimat der nepalesischen Königsfamilie, und ein Besuch des alten Königpalastes, der hoch über Gorkha auf dem Berg thront, somit ein Muss. Über Boghteni geht es hinab ins Daraudi Khola Tal, und hinter Bhaluswanra, schlagen wir am Fluss unsere Zelte auf (575m).
Gehzeit: 5.30 Std. Aufstieg: 575m Abstieg: 1035m

3. Tag:
Auf staubiger, heißer Straße wandern wir am Fluss entlang bis Beluwa, wo wir Mittag machen. Mittlerweile gibt es bis hierher eine Busverbindung von Kathmandu. Wir gehen noch eine Stunde weiter, um direkt vor dem Aufstieg nach Barpak, unser Camp zu beziehen (935m).
Gehzeit: 4.30 Std. Aufstieg: 550m Abstieg: 185m

4. Tag:
Steil und heiß ist es auf dem Weg hinauf nach Barpak (1900m). Das Camp wird auf dem Schulhof eingerichtet.
Gehzeit: 3 Std. Aufstieg: 1035m Abstieg: 40m

5. Tag:
Auf nicht immer leicht zu findendem, schmalem Pfad geht es durch herrliche Wälder zu einem kleinen Platz im Wald (2315m). „Sisnu Ghara“, was soviel wie Brennesselplatz bedeutet, ist heute unser Lagerplatz.
Gehzeit: 5 Std. Aufstieg: 735m Abstieg: 295m

6. Tag:
Wie still es in der Nacht sein kann, nur ganz leise dringt das Rauschen des Daraudi Khola zu uns herauf. Wie am Vortag wandern wir durch schöne Wälder zu unserem Lager in Thulo Ruchhe (3060m). Ohne Ortskenntnis ist der Weg sehr schwierig zu finden. Touristen sind keine unterwegs und nur ganz selten trifft man auf Einheimische.
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 1015m Abstieg: 260m

7. Tag:
Das Wetter ist jetzt leider nicht mehr so gut, und als wir bei Mersa Pool, wieder den Daraudi Khola erreichen beginnt es leicht zu graupeln. Wir machen trotzdem Mittag, denn wir wollen noch weiter zum Highcamp des Rupina La. Im stärker werdendem Schneefall, auf steilem, schmalem, bei dem Schnee nicht ganz ungefährlichem Pfad, erreichen wir nach weiteren 2.30 Std. unser Camp auf knapp 4000m.
Gehzeit: 5 Std. Aufstieg: 1060m Abstieg: 160m

8. Tag:
Bis um 4 Uhr am Morgen schneit es weiter, sodass ich in der Nacht einige Male das Zelt vom Schnee befreien muss. Um 7 Uhr geht es los. Es ist jetzt wechselnd bewölkt und die 700 Höhenmeter zum Pass bei nun ca. 20cm Neuschnee, gestalten sich sehr mühevoll und erfordern bei den Verhältnissen volle Konzentration. Nach 4 Std. stehen wir glücklich auf dem Pass (4720m). Der Abstieg wird nicht einfacher, und im zum Teil kniehohen Triebschnee, kämpfen wir uns nach unten. Auf ca. 4070m richten wir unser Camp im Haus eines ehemaligen Armeelagers ein. Es ist sehr kalt und so verkriechen wir uns bald in unsere Schlafsäcke.
Gehzeit: 6.30 Std. Aufstieg: 705m Abstieg: 670m

9. Tag:
Endlich mal wieder ein sonniger Morgen. Dem Chilung Khola folgend geht es durch schöne Wälder hinab. Wir sollten nun eigentlich auf die linke, also nördliche, Flußseite wechseln, aber wo eine Brücke sein sollte, gibt es keine mehr. Also folgen wir dem Pfad auf der rechten Seite hinab. Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit finden wir ein kleines Plätzchen für unser Lager (2490m).
Gehzeit: 6.30 Std. Aufstieg: 95m Abstieg: 1660m

10. Tag:
Am Morgen entdecken wir eine kleine Brücke, die Felsen auf beiden Seiten der Schlucht stoßen hier fast zusammen, und ein zufällig vorbeikommender Ziegenhirte erklärt uns ,das von hier ein kleiner Steig hinauf, auf den Weg nach Nyak führt. Er bietet sich als „Guide“ an und was jetzt folgt ist nahezu unbeschreiblich. Ein praktisch nicht vorhandener Steig führt 450 Höhenmeter durch die fast senkrechte gras-und felsdurchsetzte Wand. Mit kleinen Klettereinlagen, und manchem (Angst) Schweißtropfen, benötigen wir 3 Std. dafür. Eine halbe Stunde später sind wir auf dem Hauptweg und nach nochmals 2.30 Std. sind wir in Nyak(2390m). Für unsere Mannschaft gibt es nach den anstrengenden letzten Tagen als Festmahl eine Ziege.
Gehzeit: 6 Std. Aufstieg: 750m Abstieg: 850m

11. Tag:
Heute haben wir einen kurzen Tag vor uns. In einer Stunde geht es hinab zur New Bridge über den Budhi Gandaki. Wir kreuzen hier die Manaslu Runde, und erreichen nach 1.30 Std Aufstieg Lokpa (2000m), das Tor zum Tsum Valley.
Gehzeit: 2.30 Std. Aufstieg: 365m Abstieg: 740m

12. Tag:
Auf dem Weg nach Chumling, wo wir Mittag machen, erwischt uns der Regen. Mittags hört der Regen auf und auf gemütlichem Weg erreichen wir in 2 Std. unseren Lagerplatz in Kowa (2510m).
Gehzeit: 5.30 Std. Aufstieg: 1060m Abstieg: 545m

13. Tag:
Zuerst steil, ab Chhokung Paro wird das Tal flacher, ohne Mittagspause bis zum Camp in Lamagaon (3290m). Das Wetter ist bewölkt, windig und kalt. Am Nachmittag besuchen wir das von Nonnen geführte Kloster „Rachen Gompa“.
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 865m Abstieg: 70m

14. Tag:
Ein strahlend blauer Morgen erwartet uns heute. Nach dem Besuch von Milarepas Gompa und Höhle (Hier kann man seine Fußabdrücke im Fels bewundern) geht es weiter nach Mu Gompa (3680m). Das Tal wird nach oben immer schöner und so ist es eine wahre Freude hier zu wandern. Die Sonne verschwindet aber schon bald hinter den Bergen und so verschwindet man selber bald im Zelt!
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 645m Abstieg: 235m

15. Tag:
Dev hat einen einheimischen Yakhirten engagiert, der uns die nächsten Tage begleiten soll. Er heißt Chiring und ist 74 Jahre alt! Bald wird er von allen „Baaje“ genannt, was soviel wie Opa bedeutet. Er kommt am Morgen mit seiner Yakherde und bringt noch Lebensmittel für uns mit. Ab Mu Gompa gibt es keine Siedlungen mehr, nur einzelne kleine Steinhütten, die im Sommer als Almhütten dienen. Nach knapp 2 Stunden machen wir kurz hinter Kalung Mittag, um dann in nochmals 2 Stunden unser heutiges Lager in Chhekya (4190m) zu erreichen. Ein wunderschöner Platz.
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 665m Abstieg: 155m

16. Tag:
Heute soll ein ganz besonderer Tag werden. Wir wollen bis zum Thaple Bhanjyang (5104m) an der tibetischen Grenze aufsteigen. Damit aber nicht genug. Was wir heute erleben dürfen, grenzt schon fast an ein kleines Wunder. Auf ca. 4500m kreuzt ein Schneeleopard, keine 30m entfernt unseren Weg. Geschmeidig, in aller Ruhe, zieht er seinen Weg, um dann hinter einer Felskante zu verschwinden. Festgehalten nur im Herzen, der Foto bleibt in der Tasche. Beschwingt von dieser Begenung erreichen wir nach 3 Stunden den Pass an der Grenze. Tibet-Dach der Welt- weit reicht der Blick…….! Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen unsere Füsse über die Grenze zu setzen. Dann geht es wieder hinunter zum Camp und zum schlafen zurück nach Kalung (3960m).
Gehzeit: 6.30 Std. Aufstieg: 995m Abstieg: 1260m

17. Tag:
Über Bhajo gehen wir heute nach Yamdro (4600m). Ab Bhajo, eine Stunde hinter Kalung, ist niemand mehr anzutreffen. Die Hauptroute führt weiter über Thongbu und Pama zum Mailatasaching Bhanjyang. Der Steig ist schmal und es müssen sehr, sehr steile! feinschottrige Geröllhalden gequert werden. Nach 3 Stunden sind wir in Yamdro, landschaftlich traumhaft schön und einsam. Heute Nacht ist Vollmond und so bleiben wir trotz der Kälte auf und warten bis er hinter den Bergen auftaucht. Danach geht es schnell ins Bett. Morgen wollen wir noch mal nach oben, dann nur noch abwärts in die Wärme und Zivilisation.
Gehzeit: 3 Std. Aufstieg: 760m Abstieg: 95m

18. Tag:
Früh um sieben geht es los, aber die Wegfindung ist trotz unseres „Baaje`s“ sehr schwierig. Nach einem Verhauer sind wir unschlüssig, und da der weitere Aufstieg nicht klar ist, entscheiden wir uns nach einigem hin und her bei kapp 5300m für den Abstieg. Über Yamdro geht es wieder hinab bis Kalung.
Gehzeit: 6.30 Std. Aufstieg: 850m Abstieg: 1490m

19. Tag:
Nach den sonnigen Tagen hier im oberen Tsum Valley wird das Wetter beim Abstieg wieder schlechter und als wir über Mu Gumpa wieder Lamagaon erreichen ist es bewölkt, windig und kalt.
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 165m Abstieg: 750m

20. Tag:
Heute ist der 13. November. Nach meiner Uhr um 5.32 wackelt die Erde. Wie sich später herausstellt ein Erdbeben der Stärke 5, mit Epizentrum bei Gorkha. Am Morgen kommt nochmal unser „Baaje“, diesmal mit dem Pferd, und so darf jeder von uns ein Stück abwärts reiten. Über Kowa erreichen wir Chumling.
Gehzeit: 4 Std. Aufstieg: 170m Abstieg: 1060m

21. Tag:
Auf bekanntem Weg erreichen wir über Lokpa wieder die New Bridge, wo wir die letzten Tage, auf der uns von 2007 bekannten Manaslu Runde, nach Arughat wandern. Über Nacht sind wir in Phillim.
Gehzeit: 5 Std. Aufstieg: 585m Abstieg: 1270m

22. Tag:
Unser Ziel heute ist Tatopani. Immer im Tal des Budhi Gandaki entlang, der sich mit immenser Kraft seinen Weg ins Tal bahnt, erreichen wir über Jagat und Yaru Khola unser Ziel. Die „heißen Wasser“ bieten sich nach längerer Abstinenz für eine größere Körperreinigung an.
Gehzeit: 5.30 Std. Aufstieg: 305m Abstieg: 970m

23. Tag:
Über Khorlabesi gelangen wir nach Machha Khola, wo wir uns den Luxus gönnen nach über 3 Wochen im Zelt in einer Lodge zu schlafen.
Gehzeit: 2 Std. Aufstieg: 160m Abstieg: 220m

24. Tag:
Weiter hinab über Lapubesi nach Soti Khola. Ca. 1 Stunde nach Lapubesi beginnt der Straßenbau. Bei Liding die ersten Motorräder und mit dem Jeep kann man bis Soti Khola fahren.
Gehzeit: 4.30 Std. Aufstieg: 425m Abstieg: 640m

25. Tag:
In Arughat endet unsere Trekkingtour!
Gehzeit: 3.30 Std. Aufstieg: 135m Abstieg: 200m

26. Tag:
Was bleibt ist die nervenaufreibende, unbeschreibliche Fahrt mit dem „local bus“ nach Kathmandu. Ein Erlebnis der besonderen Art!
Fahrzeit: mit Dal Bhat Aufenthalt 8 Std.

Fazit:
Die Überschreitung des Rupina La erfordert zum einen, einen erfahrenen, ortskundigen Führer und zum anderen einen trittsicheren und schwindelfreien Trekker.
Wer nicht soviel Zeit hat, kann die Tour in Beluwa starten (Bus von Kathmandu). Die auf dem Weg liegenden Sehenswürdigkeiten, Manakamana und Gorkha kann man in einem zusätzlichen Tag besuchen.
Wer nicht über den Rupina La will, kann von Barpak über Laprak in zwei Tagen Khorlabesi erreichen. Man erspart sich die Busfahrt nach Arughat und umgeht den Straßenbau nach Lapubesi. Für das Tsum Valley ab Mu Gompa gilt das gleiche wie für den Rupina La. Bis auf die Wege zum Thaple und Mailatasaching Bhanjyang werden alle anderen Routen praktisch nicht oder nur äußerst selten begangen!

Preis: € 2150.- pro Person
ab, bis Flughafen Kathmandu! 4 Nächte Hotel Kathmandu. Mit Ruhe und Akklimatisationstag 28 Trekkingtage. Mit den üblichen Leistungen!

Eine etwas andere Form des Zelttrekkings!
Bei dieser Tour wollten wir versuchen, den sonst doch sehr großen Aufwand beim Zelttrekking zu minimieren! Dies ist durchaus möglich, erfordert aber ein eingespieltes Team, da Küche und Träger gemeinsam arbeiten, sozusagen verschmelzen müssen. Es werden nur die notwendigsten Lebensmittel mitgenommen, der Rest wird unterwegs frisch zugekauft. Auf „westliches Essen“ wird praktisch verzichtet und öfters mal für alle gemeinsam gekocht. Das Essen ist trotzdem abwechslungsreich und vor allem frisch und gesund! Es wird weniger Müll produziert und Kerosin eingespart. Das gesamte Team ist kleiner, somit familiärer, und flexibler unterwegs. Für uns war es die ideale Form des Zelttrekkings!

Namaste

Samdo Trekking
Peter Eggensperger

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